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Warum kann ein Einsteck-Durchflussmesser in verschiedenen Rohrgrößen verwendet werden, ohne dass eine neue Kalibrierung erforderlich ist?

Einsteck-Durchflussmesser, wie thermische Massendurchflussmesser und Pitotrohr-Durchflussmesser, können in unterschiedlichen Rohrgrößen eingesetzt werden, ohne dass eine neue Kalibrierung erforderlich ist. Sie messen die Strömungsgeschwindigkeit direkt im Rohr und berechnen daraus den Durchfluss unter Berücksichtigung des Rohrquerschnitts.

Thermische Massendurchflussmesser erfassen die Wärmeübertragung eines beheizten Sensors an das strömende Medium. Der Kühleffekt ist proportional zur Strömungsgeschwindigkeit und ermöglicht eine präzise Bestimmung des Durchflusses.

Pitotrohr-Durchflussmesser arbeiten nach dem Differenzdruckprinzip. Sie messen die Druckdifferenz, die durch die Strömung entsteht, und leiten daraus die Geschwindigkeit des Mediums ab.

Da beide Messprinzipien auf der Erfassung der Strömungsgeschwindigkeit basieren und diese mit dem Rohrquerschnitt kombiniert wird, sind sie flexibel einsetzbar und unabhängig von der Rohrgröße. Dadurch entfällt in der Regel eine erneute Kalibrierung bei unterschiedlichen Rohrdurchmessern.

Was ist ein thermischer Massendurchflussmesser?

Thermische Massendurchflussmesser messen Druckluft und Gase über das Prinzip der Wärmeübertragung. Ein beheizter Sensor wird durch das vorbeiströmende Gas gekühlt. Die abgeführte Wärme ist proportional zum Massendurchfluss und ermöglicht eine direkte Messung.

Das Messverfahren bietet eine schnelle Reaktionszeit, einen großen Messbereich, geringen Druckverlust und arbeitet ohne bewegliche Teile. Dadurch ist es besonders zuverlässig und wartungsarm.

Die Messung ist jedoch abhängig von der Gaszusammensetzung und eignet sich am besten für saubere und trockene Gase.

Insgesamt ermöglichen thermische Massendurchflussmesser eine präzise und stabile Durchflussmessung in vielen industriellen Anwendungen.