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Thermische Masse und Differenzdruck sind weit verbreitete Technologien zur Durchflussmessung. Jede bietet spezifische Vorteile, je nach Anwendung, Genauigkeitsanforderungen und Installationsbedingungen.

Thermische Massendurchflussmesser und Differenzdruck-Durchflussmesser sind zwei bewährte Technologien zur Messung des Gasdurchflusses in industriellen Anwendungen, einschließlich Druckluftsystemen. Beide liefern zuverlässige Ergebnisse, unterscheiden sich jedoch grundlegend im Messprinzip.

Thermische Massendurchflussmesser arbeiten mit einem beheizten Sensor, dessen Abkühlung durch das strömende Gas direkt proportional zum Massendurchfluss ist. Sie ermöglichen eine direkte Messung, bieten große Messbereiche und verursachen nur einen geringen Druckverlust. Durch den Verzicht auf bewegliche Teile sind sie besonders wartungsarm und langfristig stabil. Allerdings können Änderungen der Gaszusammensetzung die Messung beeinflussen und die Investitionskosten sind in der Regel höher.

Differenzdruck-Durchflussmesser bestimmen den Durchfluss über den Druckabfall an einer definierten Engstelle. Sie sind robust, weit verbreitet und meist kostengünstiger in der Anschaffung. Zudem reagieren sie weniger empfindlich auf unterschiedliche Gaszusammensetzungen. Da sie jedoch einen permanenten Druckverlust erzeugen, muss dies bei der Systemauslegung berücksichtigt werden. Die Messung erfolgt indirekt und erfordert eine sorgfältige Kalibrierung bei wechselnden Betriebsbedingungen.

Beide Technologien bieten eine hohe Genauigkeit für die Gasmessung. Während thermische Massendurchflussmesser besonders für die direkte Massedurchflussmessung geeignet sind, stellen Differenzdrucksysteme eine robuste und wirtschaftliche Alternative dar. Die Auswahl hängt von den Anforderungen an Genauigkeit, Installation und Betriebsbedingungen ab.

Tags: Druck-Durchflussmesser, Messung des Gasflusses, thermische Masse